Mittwoch, 21. Oktober 2026

[Blogbeitrag] Instagram, was ist los mit dir?



Instagram, was ist los mit dir?


Tja, das frage ich mich schon lange. Zu Beginn meines Blogs, war Instagram ein Platz, wo sich LeserInnen trafen, über Bücher redeten, Beiträge selbst gestalteten und sich einfach über die Vielfalt der Genres und der Möglichkeiten des Schreibens auszutauschen. Man unterstützte sich, hinterfragte Motive in Krimis oder auch eindeutige Stellungen in so manchen Büchern, da sie einem nicht ganz durchführbar erschienen.

Klar, hat man dadurch viel Geld in das Hobby investiert, denn man wollte mitreden, wollte unbedingt dabei sein.

Nun ist es anders, irgendwie gehetzt, mit Stress behaftet und ab und zu voller Vorwürfe, die man nur schwer abschütteln kann, wenn sich jemand in einem verbissen hat. Da stellt sich einem die Frage: Seit wann arbeiten wir nicht mehr miteinander, sondern schauen, wie viel Schaden wir innerhalb kürzester Zeit an anderen ausrichten können?

Das ist eine Buchwelt, die ich nicht verstehe, daher nehme ich mich in letzter Zeit viel aus Diskussionen raus. Denn man könnte ja Rezensionen "zerreißen", Beiträge als Reel verpacken und möglichst viel mit KI machen, damit man in ist und nicht zurückfällt.

Ganz ehrlich, ich will das nicht mehr, ich will einfache Posts. Da würde ich sogar soweit gehen, dass ich nur das Cover, einen einfachen Text sehen will und ein einfärbiger Hintergrund, ohne viel Extras. Ist das der momentane Trend? Nein. Will ich das mehr sehen? Auf jeden Fall.

Ich bekomme Kopfschmerzen von den grellen, fast identischen Bilderchen, die oft vor Fehlern strotzen und Material von anderen KünstlerInnen verwenden. (Und das nicht nur hier auf Insta, sondern auch in der Schule meinen viele, es wäre die Möglichkeit für Kreativität)

Nun sitze ich hier, überlege, wie ich meinen Blog natürlich belassen kann und werde von allen Seiten befeuert, dass ich endlich mit dem Fortschritt gehen soll.

Aber ich kann euch beruhigen, auch wenn sich diese Woche gewollt oder von Insta gekickt, über 100 Personen von meiner Seite verabschiedet haben (manche haben es sogar geschrieben, dass sie mir helfen wollen und sich selbst wegen ihrer persönlichen KI-Nutzung entfernen, um mir Arbeit zu ersparen. Allerdings brauche ich diese "HIlfe" nicht, denn wem ich folgen will oder nicht, das entscheide noch immer ich und manchmal der Bot von Insta, auf den ich keinen Einfluss habe) werde ich schlicht und ohne KI meine Beiträge machen.

Mein Content (außer die Cover oder das Material ist KI) ist und bleibt KI-frei. Ich werde meine Beiträge immer selbst schreiben, Ideen selbst entwickeln und nie irgendwas in die KI einspeisen, nur um Bildchen zu bekommen, die gefühlt jeder hat. Jeder, der meine Hilfe will, wird sie auch in Zukunft bekommen und ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit mit euch :D

Samstag, 19. September 2026

[Blogbeitrag] Umgang in der Buchbubble



Umgang in der Buchbubble


Heute muss ich mal wieder meinen Unmut zum Ausdruck bringen. Denn im Moment ist gefühlt jeder irgendwie im Kampfmodus. Der hat dieses nicht markiert, der hat etwas gemacht, hast du schon gehört?

Mal ehrlich, ab und zu liest man selbst erschüttert mit und weiß nicht recht, wie man darauf reagieren soll, aber eigentlich müsste es logisch sein, dass man sich gegenseitig nicht anfällt oder offensichtliche Missstände nicht unter Beiträgen ausficht. Warum gibt es denn die Möglichkeit Nachrichten zu senden, wenn man auf etwas aufmerksam machen will?

Ich habe z.B. ein klares Statement zu genKI schon abgegeben (ohne assKI wäre ich manchmal aufgeschmissen) und trotz allem werde ich immer wieder unter Beiträgen angemacht, warum ich denn KI unterstütze. Ganz klar jetzt noch einmal formuliert. Ich persönlich nehme keine genKI, weder im beruflichen, noch im privaten Bereich. Folglich auch nicht als Blogger.

AutorInnen werden unterstützt und viele haben genKI Cover (wissentlich oder auch unwissentlich). Ich frage bei jedem/r AutorIn nach, ob ich die Beiträge als KI generiert markieren muss oder nicht. Wie ich in der letzten Zeit gesehen habe, sagen es 3/4 der AutorInnen nicht und manche der FollowerInnen schreiben dann nicht die AutorInnen an, sondern prangern mich persönlich an, warum ich nicht kennzeichne.

Noch einmal ganz laut und offen: Ich kennzeichne, wenn ich es weiß bzw. es gesagt bekomme. Wenn die AutorInnen es nicht wissen, weil sie nicht darüber informiert wurden oder man es verschleiern will, ist das nicht mein Fehler, sondern liegt an ganz anderer Stelle.

Falls es im Nachhinein doch noch als KI generiert benannt wird, weil die Stimmen zu laut werden, trage ich es natürlich nach, aber prinzipiell könnt ihr bei mir davon ausgehen, dass ich bei jedem Cover nachhake.

Noch ein Punkt zu dem Thema. Liebe BloggerInnen, wenn ihr ein Cover bekommt, bitte speist es nicht in die KI ein, denn die AutorInnen haben nur das Nutzungsrecht, nicht das Urheberrecht (außer sie sind auch die CoverdesignerInnen), also könnt ihr mit jedem einspeisen von DesignerInnen, Verlagen oder im weitesten Sinne auch von den AutorInnen abgemahnt werden. Bitte haltet euch daran, wenn im Verlag eine antiKI-Strategie gefahren wird, dass ihr diese nicht verletzt. Passiert leider immer wieder und immer öfter.

Kleiner Reminder: Noch vor 10 Jahren, haben alle BloggerInnen es auch ohne KI geschafft, warum jetzt nicht einmal die eigenen Beiträge gestalten? Das wirft ein mieses Bild auf den Bereich der BloggerInnen. Nehmt euch die Zeit, euch mit den Beiträgen zu beschäftigen, die richtigen Farben zu finden und einfach schlichte Beiträge zu machen. Niemand braucht aufgeplusterte, gleich aussehende Beiträge.

Also ich hoffe damit kann ein jeder leben und ich freue mich auf jedes Cover, das ich vorstellen darf. Denn eines ist bei mir fix ... Egal was ist, in die KI wird es sicher nicht eingespeist.

Freitag, 28. August 2026

[Blogbeitrag] Ab und zu ...

 Ab und zu ...


Es stimmt, ab und zu läuft alles ziemlich gut, aber dann gibt es einen großen Cut. Immer. Zumindest bei mir in meinem Leben.

Gefährlich ist es, wenn man sich zu sicher ist, dass alles perfekt ist. Kleiner Spoiler, ist es nicht. Entweder die Gesundheit oder das Leben an sich grätscht einem aber so richtig in die Spur.

Aber das ist nicht das Thema, das ich eigentlich ansprechen will, denn in der Buchbubble geht es genau so. Gerade denkt man sich, die relativ große Messe hat endlich einen Plan, wie man diesen ganzen genKI Sachen zumindest für ein paar Stunden entkommen kann, schon rudert sie zurück. Nein, sie rudert nicht zurück, es hüpft mit viel Schwung ins Nirwana.

Kaum meint irgendwer, ich arbeite nur mehr ohne KI, holt dieser Autor sich Hilfe bei einem Profi und bessert die generierten KI Teile so um, dass es nicht mehr so deutlich auffällt. Aber genKI ist genKI und egal wie viel ihr dafür zahlt, es ist trotzdem aus einem Prompt entstanden, der sich Sachen zusammenklaut und derjenige hofft, dass es nicht rauskommt, denn Rechte an dem Werk hat dieser nicht. Da kann man den AutorInnen nur wünschen, dass die "KünstlerInnen" ein Programm verwendet haben, das erlaubt, dass man es auch kommerziell nutzt. (Wenn das nicht der Fall ist, dann kann sich jeder selbst ausmalen, was daraus für Probleme entstehen können)

Und dann gibt es noch die Autoren, die einen Rat wollen und wenn man denen sagt, dass etwas so im echten Leben nicht funktioniert, da man dazu zumindest einen französischen Balkon braucht, heißt es, das ist ja da, wenn man genau schaut.

Leute, was ist denn los?

Wenn ihr etwas wollt, dann schaut, dass es zumindest zu 95% funktioniert. Ein paar Ausreißer wird man immer haben und ganz ehrlich, zu eng sehe ich es nicht mehr, denn die genKI wird nicht mehr weggehen, sie wird sich ihren Platz schaffen und sie wird bleiben. Aber wir haben die Möglichkeit ihr nicht den Hauptgrund unserer Existenz zu werden.

Wenn ich höre, ich lasse mir von ChatGPT den Tagesablauf gestalten, denn sonst passt nicht alles in einen Tag. Ich lasse mir die Posts für Social Media gestalten und vorformulieren, denn ich kann das nicht. Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Bei BloggerInnen sowie AutorInnen muss ich sagen, das darf nicht sein. wir leben vom geschriebenen Wort, wir geben den Followern Tipps und hilfreiche Entscheidungsmöglichkeiten, was sie als nächsten Lesen sollen. Und dann schaffen es manche nicht mal einen Post eigenständig zu verfassen, wo drinnen steht, warum man ausgerechnet dieses oder jenes machen soll?

Auch bei AutorInnen. Ihr wollt, dass man die Bücher liest. Aber man bekommt nur generierte Materialien zu sehen? Warum? Ihr schreibt die Bücher selbst (hoffentlich), ihr steckt euer Herzblut in eure Werke und dann geht das Schreiben eines schlichten Werbeposts nicht? Da kann ich ab und zu die Kommentare schon verstehen, wenn kommt, deine Posts sind generiert, deine Bilder sind generiert, deine Cover sind generiert, können wir uns sicher sein, dass nicht auch die ein oder andere Sequenz oder das ganze Buch generiert ist?

Ich will keinen Streit vom Zaun brechen. Aber ab und zu kommen auch mir solche Gedankengänge, vor allem, wenn so viel Bullshit kommt, wie gerade eben. Steht zu dem, was ihr macht, was ihr könnt, was euer Herzblut ist. Wenn mal was nicht perfekt ist, dann ist es das halt. Egal. Aber ihr seid dadurch authentisch und das zählt.

Wie steht ihr zu dem Thema?

Holt ihr euch Tipps oder generiert ihr euren Postingplan und -bilder mit der KI? Könnt ihr mir auch andere Gründe sagen, außer Zeit oder Geld? Denn für mich zählt das nicht, denn wenn man keine Zeit hat, dann hat man halt nur jeden 2. oder 3. Tag einen Post. ;)

Dienstag, 18. August 2026

[Blogbeitrag] Vom Mut und dem Zurückrudern


Heute möchte ich einmal über Mut und das Zurückrudern sprechen.

Wie ihr alle wisst, habe ich vor ein paar Wochen über meine chronische Krankheit geschrieben, habe mir alle Kommentare durchgelesen und habe mir, bevor ich euch dort allen antworte, vorgenommen auch in meinem beruflichen Umfeld klar Schiff zu machen.

Was soll ich sagen, lief wohl nicht so, wie ich es mir erwartet habe. Jedoch kam nun Hilfe von Seiten, die ich nicht erwartet hatte. Wie und um was oder wen es sich handelt, werde ich hier nicht behandeln, nur, dass ich ein wenig mehr Hoffnung in die Menschheit habe, als vorher.

Nichtsdestotrotz nagt die Unwissenheit und die Kontinuität, mit der gewisse Themen aufgegriffen werden, an meinem Glauben an die Menschheit. Drastisch formuliert, aber so scheint es. Manche lesen sich ein, manche machten einen Urlaub ins Disneyland und kamen mit der Erleuchtung zurück, dass SLE doch schlimmer ist, als vermutet. Warum? Das musste ich selbst erst recherchieren. Aber auf jeden Fall bekomme ich mit Attest in allen Zoos und Vergnügungsparks, die ich je noch in meinem Leben besuchen will, eine sogenannte Easy Access Card.

Aber wir sind ja in der Buchbubble und auch da gibt es mutige, die zum Thema genAI klar Stellung beziehen. Dafür braucht es Mut, denn egal auf welcher Seite man steht, ob pro KI oder gegen KI, es gibt immer Hater, beide Seiten verteidigen es wie eine Löwenmutter ihr Kind. Es soll allerdings so sein, dass man sich erst wirklich klar wird, für was man kämpft. Denn nicht jede KI ist eine schlechte KI.

WAS? Ist sie jetzt doch für KI?

Nein, bin ich nicht. Ich versuche noch immer möglichst KI-frei meinen Account zu führen bzw. selbst nichts zu generieren. Aber auch ich nutze KI, nämlich jedes Mal, wenn ich ein Rechtschreibprogramm für meine Arbeiten für mein Studium benutze oder ich mit dem Navi eine Strecke fahre, denn das ist eine assAI und hilft mir, nicht allzu viele Fehler zu machen.

Und ganz ehrlich, manchmal wäre es ziemlich schlecht, wenn diese Programme nicht funktionieren würden, um z.B. doofe Tippfehler zu eliminieren oder einem zu einem Platz zu bringen, wo man einen Termin hat.

Aber ganz im Ernst, ich brauche keine KI, die mir sagt, was ich posten soll. Weder im Textbereich noch im Gestaltungsbereich. Die Autoren schicken mir ihre Cover und die Schnipsel, die sie gepostet haben wollen. Wenn ich die Bilder selbst gestalten darf, dann gebe ich das Cover und einen schlichten Farbverlauf drauf und das wars. Keine genKI wurde von mir verwendet.

Allerdings gibt es auch Beiträge, wo das Cover genAI ist, denn ich schließe keinen Autor aus, wenn er oder sie anfragt. Es ist mir schon mal passiert, dass ein Autor einen Wechsel des Covers während unserer Zusammenarbeit vollzogen hat und ich auf einmal mit einem generierten Cover den Beitrag zu machen hatte. Das nervt mich, wenn ich nicht von vornherein darüber in Kenntnis gesetzt werde.

Aber ich bin auch eine, die nicht sofort vom Cover auf den Inhalt schließt, wie manche andere Verfechter der non KI es machen, denn ich kann in das Buch nicht hineinsehen. Oft lese ich zumindest die Leseprobe und wenn die (in meinen Augen) safe ist, dann lese ich es trotzdem und stelle es auch auf meinen Blog vor. Natürlich kann ich mich auch mal irren, aber in 99% der Fälle, ist es zumindest selbst geschrieben.

Viele werden jetzt sagen, das ist Doppelmoral. Vielleicht ist es das, vielleicht will ich aber auch nur zeigen, dass auch in einem Buch etwas drinnen stecken kann, obwohl es von vornherein von vielen gemieden wird und es diese Behandlung vielleicht nicht verdient.

Oft sollte man über den Tellerrand hinaus schauen, sich klar werden, was zählt. Ich liebe KI-freie Cover, supporte hauptsächlich auch solche. Oft mache ich AutorInnen, die ich schon jahrelang begleite, auch aufmerksam, dass es vielleicht nicht die super Idee ist, das Cover zu generieren. Einmal hatte ich sogar schon die Erfahrung, dass das Cover gegen eine KI-freie Version getauscht wurde.

Und genau deshalb suche ich den Kontakt zu jedem, verstoße niemanden, weil er ein Befürworter oder ein Gegner ist. Jeder soll an das Glauben, was er will, solange sich jeder in die Materie einliest, jeder weiß, was sich dahinter verbirgt und nicht nur die Zeit oder Geld als Vorwand auflistet, kein von Menschenhand gestaltetes Cover zu nehmen.

Es gibt die Angebote, die auch für den schmalen Geldbeutel gemacht sind. Es gibt die Angebote, die auch gegen Tausch gemacht werden können. So viel ich weiß gibt es für jede finanzielle Gegebenheit eine Möglichkeit KI-frei zu bleiben.

Sucht euch Möglichkeiten, stellt euch auf Veränderungen ein und vor allem bleibt bei dem mutigen Weg, knickt nicht ein. Es wird nicht gleich alles funktionieren, aber wenn man sich traut und es zumindest versucht, entdeckt man vielleicht das ein oder andere Wunder.

Montag, 10. August 2026

[Blogbeitrag] Braucht ein Buch immer ein Happy End?



Braucht ein Buch immer 
ein Happy End?


Für mich lautet die Antwort NEIN. 
Ich habe schon so viele Bücher gelesen, die ein Happy End hatten und obwohl die mir im Gedächtnis blieben, ist das nicht das Ende, was sich in den Büchern eingeprägt hatte. Anders bei den Büchern mit bittersüßen Ende oder am schlimmsten mit Sad End. Bei manchen dieser Bücher überlege ich noch heute herum, ob nicht doch ein etwas anderer Wink oder ein bisschen abrücken von der im Buch lautenden Normalität, das Schicksal hätte verändern können.

Auch hart sind die Bücher, wo man glaubt, man hat ein Sad End und dann nimmt es nochmal an Fahrt auf und kehrt doch alles zu einem besseren Ende.

Ein Buch, das mir in dieser Rubrik in Gedächtnis geblieben ist, ist das Buch "Und in mir die Nacht" von Saskia Diepold. Bis heute grüble ich herum, wie es hätte anders enden oder überhaupt alles laufen können und doch ist es ein Ende, das total passend und toll ist.

Ein weiteres Buch ist für mich das Buch "Lost Souls Pond - Verfluchter Daemonwolf" von Hedi Loewe. Wie bittersüß ist bitte dieses Ende und immer wieder ertappt ich mich dabei, an dieses Buch und gewisse Szenen zu denken.

Wie seht ihr das?
Braucht es immer ein Happy End oder ist es ab und zu ganz gut, wenn nicht immer alles im Guten endet?

Sonntag, 2. August 2026

[Blogbeitrag] Kleine, aber feine Unterschiede in der Definition



Kleine, aber feine Unterschiede in der Definition


In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, dass manche Begriffe nicht richtig definiert oder die Unterschiede gar nicht bewusst wahrgenommen werden.

Viele Geschichten, die ich die letzten Monate gelesen habe, nennen sich Romance, obwohl sie bei näherer Betrachtung eher Liebesromane sind. Manche werben mit dem Trope Enemies to Lovers, obwohl es eher die Vibes von Haters to Lovers hat.

Jetzt könnte man sagen, dass es so knapp beieinander liegt, dass es ja eigentlich egal sein kann. Aber ...

Wenn es schon genaue Definitionen gibt, warum nicht verwenden? Warum mit falschen Tropes werben? Nur weil der Trope sich im Moment besser verkauft oder man bei einem Liebesroman vielleicht kein Happy End bekommt?

Aber ich greife vor. Kommen wir zu den Definitionen:

Das wichtigste gleich vorweg: In einem Liebesroman und einer Romance, spielt die Liebe eine große Rolle, aber in einem Liebesroman spielt sie nicht die wichtigste Rolle.

Romance: Nach dem internationalen Branchenstandards (Romance Writers of America) verlangt ein Romance-Buch zwingend zwei Kernkomponenten. 1. eine zentrale Liebesgeschichte, ohne die die Story nicht funktionieren würde (Nimmst du sie raus, fällt der Plot in sich zusammen) und ein emotional befriedigendes, optimistisches Ende (Happy End). Sie umfasst alle bekannten Genres, wie New Adult, Dark Romance oder auch Romantasy

Liebesroman: Auch hier kommt natürlich eine Liebesgeschichte vor, aber sie ist nicht der wichtigste Teil des Romans, hier behandelt man viel mehr das Beziehungsdrama, familiäre Hürden, tiefere Charakterentwicklungen der Protagonisten und gesellschaftliche Hürden oder Probleme. Wichtig ist auch, dass ein Liebesroman nicht zwingend mit einem Happy End enden muss, es kann hier also auch ein Sad End, ein bittersüßes Ende, ein offenes Ende oder auch ein glückliches Ende geben. Der Autor ist bei einem Liebesroman viel freier in der Arbeit, als bei einer Romance.

Wichtig ist aber auch, dass ein Liebesroman auch eine Romance sein kann aber eine Romance muss nicht ein Liebesroman sein.

Ich weiß, es ist kompliziert, aber so lauten die Regeln.

Nun zu den Tropes:

Wir alle mögen irgendwie den Trope, wenn Gegner zu Liebenden werden, aber habt ihr gewusst, dass es da so feine Unterschiede gibt?

Der grobe Unterschied zwischen Enemies to Lovers, Haters to Lovers und Rivals to Lovers ist der Grad der Feindschaft, wo bei Enemies es um einen harten, oft lebensbedrohlichen Konflikt geht, hat man bei den Haters oft einen persönlichen Groll oder Ekel und bei den Rivals, beruht der Konflikt auf sportlichem oder beruflichem Wettbewerb.

Bei Enemies to Lovers sind die Kontrahenten echte Feinde, sie kommen aus verfeindeten Lagern, hegen echten tiefgreifenden Hass und strahlen echte Gefahr aus. Hier geht es um Leben und Tod, die Ehre oder sogar um das Überleben der gesamten Gruppe. Man hat hier immer das Gefühl, dass sie sich im Zweifel mit allem was sie haben, bekämpfen oder sogar vernichten wollen, bevor sie überhaupt an Liebe denken oder diese zulassen und wachsen lassen.

Bei Haters to Lovers hegen die Kontrahenten gegenseitigen Groll, haben eine persönliche Antipathie und sind einfach genervt von ihrem Gegenüber, es steht hier vor allem das Nicht-Ausstehen-Können im Vordergrund. Es geht vor allem um Stolz, Sturheit und um das berühmte erste Mal, wo man vielleicht mit schlechten Eindrücken geglänzt hat. Man findet den anderen unsympathisch und extrem anstrengend, aber es droht keine direkte physische Gefahr.

Bei Rivals to Lovers geht es um gleiche Ziele oder Träume, die sie beide Erreichen wollen, wie z.B. denselben Job oder dieselbe Trophäe. Es geht hier vor allem um den Ehrgeiz und den Erfolg im Beruf oder auch im Hobby. Man empfindet hier von Anfang an heimlichen Respekt oder auch Anerkennung für die Leistung des anderen.

Am leichtesten zu erkennen ist Rivals to Lovers, aber bei Haters to Lovers und Enemies to Lovers gibt es des Öfteren Unterschiede in der Einordnung.

Wie immer heißt es auch hier, dass man sehr genau schauen muss, denn nicht immer ist das gängigste auch die beste Entscheidung für das Buch.

Sonntag, 19. Juli 2026

[Blogbeitrag] Respekt und Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber


Respekt und Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber


Heute wird es ein etwas emotionalerer Post. Weil gerade im realen Leben und auch in der Buchbubble auffällt, dass es da immer wieder Probleme gibt.

Wichtig ist mir im Vorfeld, zu erwähnen, dass ich niemanden angreifen will. Es geht mir eher darum ein Nachdenken anzustoßen, weil man oft auch selbst nicht merkt, was da schief läuft und vielleicht einen Blick von außen braucht.

Ich beginne beim realen Leben, da hier gerade mit meiner gerade diagnostizierten chronischen Autoimmunerkrankung (systemische Lupus erythematodes, kurz SLE) so einige Unstimmigkeiten im Beruf entstanden sind. Meine Familie und engsten Bekannten haben sich sofort informiert und wissen ab und an mehr als ich über diese Krankheit.

Vielen ist nicht klar, was diese Krankheit bedeutet, denn im Normalfall sieht man von außen nichts, denn wie in meinem Fall, wütet die Krankheit im Inneren bei den Organen und im Blut, und das oft unbemerkt und wenn man es zu spät erkennt, dann steht man vor riesigen Problemen oder man wird zumindest für ein paar Tage oder Wochen ausgeknockt. Deswegen sind unendlich viele Arztbesuche nötig.

In der Arbeit wissen vor allem meine Direktorin, ihre Stellvertreterin und ein paar enge Freunde bescheid über meinen Zustand und manche Probleme (sie wissen auch nicht alles, aber zumindest so viel, um abschätzen zu können, was möglich ist und was nicht.) die SLE mit sich bringt. Die restlichen Kollegen wissen, dass ich 3 Monate krank war und dann wieder voll in das Berufsleben eingestiegen bin. Vieles konnte ich verbergen, da ich einen Tag frei hatte und eben alle Arzttermine auf den Tag oder die freien Nachmittage verschob.

Leider wurden nun gegen Ende des letzten Schuljahres Stimmen laut, dass ich nur simuliere und unfähig sein, weiterhin Lehrerin zu sein, da man mit mir nicht mal Projekt- und Wandertage machen kann und mich immer im Lehrerzimmer verstecke. Aber nicht direkt, damit ich mich hätte äußern können, sondern hinter meinen Rücken. Diese Anschuldigungen und in meinen Augen respektloses Verhalten tat unheimlich weh, denn ich wusste, dass dahinter mehr steckte, auch meine Kollegen, die mehr wissen, wie es um mich steht, haben mich zu beruhigen versucht. Aber ich konnte mir nicht helfen, ich nahm es zu persönlich, fiel in ein Loch, das auch meine Symptomatik verschlimmerte.

Und nun ist mir eines klar geworden: Sie wussten es nicht besser. Wer kennt schon die Krankheit SLE? Fast niemand, außer man sieht sich Society Magazine (Selena Gomez, Seal, ...), Dokumentationen über Krankheiten oder Arztserien (Dr. House) an. Ich muss aus meinem Schneckenhaus raus und Verantwortung gegenüber mir selbst und auch den anderen einfordern. Das erzählen meiner Krankheit an die "falschen" Leute hat den Frust meiner Kollegen noch weiter angefacht und ich habe es nicht bemerkt, habe mich durch Selbstzweifel selbst angreifbar gemacht, anstatt endlich in die Offensive zu gehen.

Nun sitze ich vor dem PC und versuche seit Stunden einen Bericht zu schreiben, der die anderen aufklärt über Lupus und meine Probleme, ohne mich völlig "nackig" zu machen. Denn ich will kein Mitleid. Ich will Respekt vor meiner Person, Hilfe, wenn ich zu stur bin, welche einzufordern und gemeinsame Momente, die man erleben kann.

Dazu muss aber klar sein, dass ich nicht aus Jux und Tollerei nicht auf Wandertage gehen kann, sondern auf Grund meiner Probleme, die sich auf das Herz und die Nieren niederschlagen. Ich kann nicht auf einen Berg und wieder hinunter wandern. Vermutlich würde ich es nicht mal bis zur Talstation schaffen. Klar bin ich bei der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie und trainiere jeden Tag, damit es nicht unkontrolliert fortschreitet und ich meinen momentanen Stand noch lange halten kann. Aber keiner kann mir sagen, wann der nächste Schub kommt und vor allem wo. Da möchte ich nicht mit SchülerInnen unterwegs sein, die dann vielleicht den Schock ihres Lebens erleben.

Ihr seht, es ist nicht leicht. Aber genauso sehe ich die Buchbubble. Da geht es einfacher zu kaschieren. Ich kann es mir mit dem Kindle vorlesen lassen, auf Hörbücher umsteigen oder einfach die Schrift so groß stellen, dass ich selbst an schlechten Tagen zumindest 50 Seiten lesen kann. Tatsächlich muss ich mir eingestehen, dass es auch bei der Kraft in den Händen und bei der Sehkraft Probleme gibt, aber will ich es laut sagen? Nein, ich will es nicht akzeptieren, dass die Probleme mich versuchen zu überrollen, ich will mein Hobby ausleben wie ich es will und zumindest einen Hauch von Normalität wahren.

Auch hier muss ich Verantwortung übernehmen. Ich kann viele Bücher lesen, an manchen Tagen sogar mehr als eines und an anderen Tagen geht nichts. Zwar nicht, weil ich nicht will oder in einer Leseflaute stecke, sondern weil die Konzentration nicht da ist oder ich einfach zu müde bin, dass sich nichts mehr normal anfühlt.

Ich werde alle mir anvertrauten Bücher lesen (ich habe da meine Möglichkeiten), aber manchmal geht es nicht von heute auf morgen wie früher. Hoffentlich ziehe ich mit dieser Erkenntnis nicht zu viele Probleme auf mich, aber so ist im Moment meine Realität. Aber es kommen bessere Zeiten laut meinem Arzt, in 2-3 Jahren dürfte ich alle Stolpersteine überwunden haben und wieder im vollen Umfang bloggen und leben können. Aber bis dorthin wird es ein steiniger Weg.

Was allerdings im vollen Umfang funktioniert sind die Autorentage. Also Werbung für die Bücher ist auf jeden Fall möglich, allerdings brauchen manche Interviews länger bis ich sie verschicken kann, weil mir die Schwellungen in den Händen Probleme machen.

Aber nun genug davon.

Bitte denkt in Zukunft daran, dass man nicht immer alles sieht, warum etwas nicht so läuft, wie man es sich vorstellt. Sucht das Gespräch und handelt respektvoll, denn ob man es glaubt oder nicht, manchmal tun Wörter mehr weh, als ein Schwert zwischen den Rippen.

[Blogbeitrag] Instagram, was ist los mit dir?

Instagram, was ist los mit dir? Tja, das frage ich mich schon lange. Zu Beginn meines Blogs, war Instagram ein Platz, wo sich LeserInnen tr...