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Dienstag, 18. August 2026
[Blogbeitrag] Vom Mut und dem Zurückrudern
Heute möchte ich einmal über Mut und das Zurückrudern sprechen.
Wie ihr alle wisst, habe ich vor ein paar Wochen über meine chronische Krankheit geschrieben, habe mir alle Kommentare durchgelesen und habe mir, bevor ich euch dort allen antworte, vorgenommen auch in meinem beruflichen Umfeld klar Schiff zu machen.
Was soll ich sagen, lief wohl nicht so, wie ich es mir erwartet habe. Jedoch kam nun Hilfe von Seiten, die ich nicht erwartet hatte. Wie und um was oder wen es sich handelt, werde ich hier nicht behandeln, nur, dass ich ein wenig mehr Hoffnung in die Menschheit habe, als vorher.
Nichtsdestotrotz nagt die Unwissenheit und die Kontinuität, mit der gewisse Themen aufgegriffen werden, an meinem Glauben an die Menschheit. Drastisch formuliert, aber so scheint es. Manche lesen sich ein, manche machten einen Urlaub ins Disneyland und kamen mit der Erleuchtung zurück, dass SLE doch schlimmer ist, als vermutet. Warum? Das musste ich selbst erst recherchieren. Aber auf jeden Fall bekomme ich mit Attest in allen Zoos und Vergnügungsparks, die ich je noch in meinem Leben besuchen will, eine sogenannte Easy Access Card.
Aber wir sind ja in der Buchbubble und auch da gibt es mutige, die zum Thema genAI klar Stellung beziehen. Dafür braucht es Mut, denn egal auf welcher Seite man steht, ob pro KI oder gegen KI, es gibt immer Hater, beide Seiten verteidigen es wie eine Löwenmutter ihr Kind. Es soll allerdings so sein, dass man sich erst wirklich klar wird, für was man kämpft. Denn nicht jede KI ist eine schlechte KI.
WAS? Ist sie jetzt doch für KI?
Nein, bin ich nicht. Ich versuche noch immer möglichst KI-frei meinen Account zu führen bzw. selbst nichts zu generieren. Aber auch ich nutze KI, nämlich jedes Mal, wenn ich ein Rechtschreibprogramm für meine Arbeiten für mein Studium benutze oder ich mit dem Navi eine Strecke fahre, denn das ist eine assAI und hilft mir, nicht allzu viele Fehler zu machen.
Und ganz ehrlich, manchmal wäre es ziemlich schlecht, wenn diese Programme nicht funktionieren würden, um z.B. doofe Tippfehler zu eliminieren oder einem zu einem Platz zu bringen, wo man einen Termin hat.
Aber ganz im Ernst, ich brauche keine KI, die mir sagt, was ich posten soll. Weder im Textbereich noch im Gestaltungsbereich. Die Autoren schicken mir ihre Cover und die Schnipsel, die sie gepostet haben wollen. Wenn ich die Bilder selbst gestalten darf, dann gebe ich das Cover und einen schlichten Farbverlauf drauf und das wars. Keine genKI wurde von mir verwendet.
Allerdings gibt es auch Beiträge, wo das Cover genAI ist, denn ich schließe keinen Autor aus, wenn er oder sie anfragt. Es ist mir schon mal passiert, dass ein Autor einen Wechsel des Covers während unserer Zusammenarbeit vollzogen hat und ich auf einmal mit einem generierten Cover den Beitrag zu machen hatte. Das nervt mich, wenn ich nicht von vornherein darüber in Kenntnis gesetzt werde.
Aber ich bin auch eine, die nicht sofort vom Cover auf den Inhalt schließt, wie manche andere Verfechter der non KI es machen, denn ich kann in das Buch nicht hineinsehen. Oft lese ich zumindest die Leseprobe und wenn die (in meinen Augen) safe ist, dann lese ich es trotzdem und stelle es auch auf meinen Blog vor. Natürlich kann ich mich auch mal irren, aber in 99% der Fälle, ist es zumindest selbst geschrieben.
Viele werden jetzt sagen, das ist Doppelmoral. Vielleicht ist es das, vielleicht will ich aber auch nur zeigen, dass auch in einem Buch etwas drinnen stecken kann, obwohl es von vornherein von vielen gemieden wird und es diese Behandlung vielleicht nicht verdient.
Oft sollte man über den Tellerrand hinaus schauen, sich klar werden, was zählt. Ich liebe KI-freie Cover, supporte hauptsächlich auch solche. Oft mache ich AutorInnen, die ich schon jahrelang begleite, auch aufmerksam, dass es vielleicht nicht die super Idee ist, das Cover zu generieren. Einmal hatte ich sogar schon die Erfahrung, dass das Cover gegen eine KI-freie Version getauscht wurde.
Und genau deshalb suche ich den Kontakt zu jedem, verstoße niemanden, weil er ein Befürworter oder ein Gegner ist. Jeder soll an das Glauben, was er will, solange sich jeder in die Materie einliest, jeder weiß, was sich dahinter verbirgt und nicht nur die Zeit oder Geld als Vorwand auflistet, kein von Menschenhand gestaltetes Cover zu nehmen.
Es gibt die Angebote, die auch für den schmalen Geldbeutel gemacht sind. Es gibt die Angebote, die auch gegen Tausch gemacht werden können. So viel ich weiß gibt es für jede finanzielle Gegebenheit eine Möglichkeit KI-frei zu bleiben.
Sucht euch Möglichkeiten, stellt euch auf Veränderungen ein und vor allem bleibt bei dem mutigen Weg, knickt nicht ein. Es wird nicht gleich alles funktionieren, aber wenn man sich traut und es zumindest versucht, entdeckt man vielleicht das ein oder andere Wunder.
Montag, 10. August 2026
[Blogbeitrag] Braucht ein Buch immer ein Happy End?
Braucht ein Buch immer
ein Happy End?
Für mich lautet die Antwort NEIN.
Ich habe schon so viele Bücher gelesen, die ein Happy End hatten und obwohl die mir im Gedächtnis blieben, ist das nicht das Ende, was sich in den Büchern eingeprägt hatte. Anders bei den Büchern mit bittersüßen Ende oder am schlimmsten mit Sad End. Bei manchen dieser Bücher überlege ich noch heute herum, ob nicht doch ein etwas anderer Wink oder ein bisschen abrücken von der im Buch lautenden Normalität, das Schicksal hätte verändern können.
Auch hart sind die Bücher, wo man glaubt, man hat ein Sad End und dann nimmt es nochmal an Fahrt auf und kehrt doch alles zu einem besseren Ende.
Ein Buch, das mir in dieser Rubrik in Gedächtnis geblieben ist, ist das Buch "Und in mir die Nacht" von Saskia Diepold. Bis heute grüble ich herum, wie es hätte anders enden oder überhaupt alles laufen können und doch ist es ein Ende, das total passend und toll ist.
Ein weiteres Buch ist für mich das Buch "Lost Souls Pond - Verfluchter Daemonwolf" von Hedi Loewe. Wie bittersüß ist bitte dieses Ende und immer wieder ertappt ich mich dabei, an dieses Buch und gewisse Szenen zu denken.
Wie seht ihr das?
Braucht es immer ein Happy End oder ist es ab und zu ganz gut, wenn nicht immer alles im Guten endet?
Auch hart sind die Bücher, wo man glaubt, man hat ein Sad End und dann nimmt es nochmal an Fahrt auf und kehrt doch alles zu einem besseren Ende.
Ein Buch, das mir in dieser Rubrik in Gedächtnis geblieben ist, ist das Buch "Und in mir die Nacht" von Saskia Diepold. Bis heute grüble ich herum, wie es hätte anders enden oder überhaupt alles laufen können und doch ist es ein Ende, das total passend und toll ist.
Ein weiteres Buch ist für mich das Buch "Lost Souls Pond - Verfluchter Daemonwolf" von Hedi Loewe. Wie bittersüß ist bitte dieses Ende und immer wieder ertappt ich mich dabei, an dieses Buch und gewisse Szenen zu denken.
Wie seht ihr das?
Braucht es immer ein Happy End oder ist es ab und zu ganz gut, wenn nicht immer alles im Guten endet?
Sonntag, 2. August 2026
[Blogbeitrag] Kleine, aber feine Unterschiede in der Definition
Kleine, aber feine Unterschiede in der Definition
In letzter Zeit fällt mir immer wieder auf, dass manche Begriffe nicht richtig definiert oder die Unterschiede gar nicht bewusst wahrgenommen werden.
Viele Geschichten, die ich die letzten Monate gelesen habe, nennen sich Romance, obwohl sie bei näherer Betrachtung eher Liebesromane sind. Manche werben mit dem Trope Enemies to Lovers, obwohl es eher die Vibes von Haters to Lovers hat.
Jetzt könnte man sagen, dass es so knapp beieinander liegt, dass es ja eigentlich egal sein kann. Aber ...
Wenn es schon genaue Definitionen gibt, warum nicht verwenden? Warum mit falschen Tropes werben? Nur weil der Trope sich im Moment besser verkauft oder man bei einem Liebesroman vielleicht kein Happy End bekommt?
Aber ich greife vor. Kommen wir zu den Definitionen:
Das wichtigste gleich vorweg: In einem Liebesroman und einer Romance, spielt die Liebe eine große Rolle, aber in einem Liebesroman spielt sie nicht die wichtigste Rolle.
Romance: Nach dem internationalen Branchenstandards (Romance Writers of America) verlangt ein Romance-Buch zwingend zwei Kernkomponenten. 1. eine zentrale Liebesgeschichte, ohne die die Story nicht funktionieren würde (Nimmst du sie raus, fällt der Plot in sich zusammen) und ein emotional befriedigendes, optimistisches Ende (Happy End). Sie umfasst alle bekannten Genres, wie New Adult, Dark Romance oder auch Romantasy
Liebesroman: Auch hier kommt natürlich eine Liebesgeschichte vor, aber sie ist nicht der wichtigste Teil des Romans, hier behandelt man viel mehr das Beziehungsdrama, familiäre Hürden, tiefere Charakterentwicklungen der Protagonisten und gesellschaftliche Hürden oder Probleme. Wichtig ist auch, dass ein Liebesroman nicht zwingend mit einem Happy End enden muss, es kann hier also auch ein Sad End, ein bittersüßes Ende, ein offenes Ende oder auch ein glückliches Ende geben. Der Autor ist bei einem Liebesroman viel freier in der Arbeit, als bei einer Romance.
Wichtig ist aber auch, dass ein Liebesroman auch eine Romance sein kann aber eine Romance muss nicht ein Liebesroman sein.
Ich weiß, es ist kompliziert, aber so lauten die Regeln.
Nun zu den Tropes:
Wir alle mögen irgendwie den Trope, wenn Gegner zu Liebenden werden, aber habt ihr gewusst, dass es da so feine Unterschiede gibt?
Der grobe Unterschied zwischen Enemies to Lovers, Haters to Lovers und Rivals to Lovers ist der Grad der Feindschaft, wo bei Enemies es um einen harten, oft lebensbedrohlichen Konflikt geht, hat man bei den Haters oft einen persönlichen Groll oder Ekel und bei den Rivals, beruht der Konflikt auf sportlichem oder beruflichem Wettbewerb.
Bei Enemies to Lovers sind die Kontrahenten echte Feinde, sie kommen aus verfeindeten Lagern, hegen echten tiefgreifenden Hass und strahlen echte Gefahr aus. Hier geht es um Leben und Tod, die Ehre oder sogar um das Überleben der gesamten Gruppe. Man hat hier immer das Gefühl, dass sie sich im Zweifel mit allem was sie haben, bekämpfen oder sogar vernichten wollen, bevor sie überhaupt an Liebe denken oder diese zulassen und wachsen lassen.
Bei Haters to Lovers hegen die Kontrahenten gegenseitigen Groll, haben eine persönliche Antipathie und sind einfach genervt von ihrem Gegenüber, es steht hier vor allem das Nicht-Ausstehen-Können im Vordergrund. Es geht vor allem um Stolz, Sturheit und um das berühmte erste Mal, wo man vielleicht mit schlechten Eindrücken geglänzt hat. Man findet den anderen unsympathisch und extrem anstrengend, aber es droht keine direkte physische Gefahr.
Bei Rivals to Lovers geht es um gleiche Ziele oder Träume, die sie beide Erreichen wollen, wie z.B. denselben Job oder dieselbe Trophäe. Es geht hier vor allem um den Ehrgeiz und den Erfolg im Beruf oder auch im Hobby. Man empfindet hier von Anfang an heimlichen Respekt oder auch Anerkennung für die Leistung des anderen.
Am leichtesten zu erkennen ist Rivals to Lovers, aber bei Haters to Lovers und Enemies to Lovers gibt es des Öfteren Unterschiede in der Einordnung.
Wie immer heißt es auch hier, dass man sehr genau schauen muss, denn nicht immer ist das gängigste auch die beste Entscheidung für das Buch.
Sonntag, 19. Juli 2026
[Blogbeitrag] Respekt und Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber
Respekt und Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber
Heute wird es ein etwas emotionalerer Post. Weil gerade im realen Leben und auch in der Buchbubble auffällt, dass es da immer wieder Probleme gibt.
Wichtig ist mir im Vorfeld, zu erwähnen, dass ich niemanden angreifen will. Es geht mir eher darum ein Nachdenken anzustoßen, weil man oft auch selbst nicht merkt, was da schief läuft und vielleicht einen Blick von außen braucht.
Ich beginne beim realen Leben, da hier gerade mit meiner gerade diagnostizierten chronischen Autoimmunerkrankung (systemische Lupus erythematodes, kurz SLE) so einige Unstimmigkeiten im Beruf entstanden sind. Meine Familie und engsten Bekannten haben sich sofort informiert und wissen ab und an mehr als ich über diese Krankheit.
Vielen ist nicht klar, was diese Krankheit bedeutet, denn im Normalfall sieht man von außen nichts, denn wie in meinem Fall, wütet die Krankheit im Inneren bei den Organen und im Blut, und das oft unbemerkt und wenn man es zu spät erkennt, dann steht man vor riesigen Problemen oder man wird zumindest für ein paar Tage oder Wochen ausgeknockt. Deswegen sind unendlich viele Arztbesuche nötig.
In der Arbeit wissen vor allem meine Direktorin, ihre Stellvertreterin und ein paar enge Freunde bescheid über meinen Zustand und manche Probleme (sie wissen auch nicht alles, aber zumindest so viel, um abschätzen zu können, was möglich ist und was nicht.) die SLE mit sich bringt. Die restlichen Kollegen wissen, dass ich 3 Monate krank war und dann wieder voll in das Berufsleben eingestiegen bin. Vieles konnte ich verbergen, da ich einen Tag frei hatte und eben alle Arzttermine auf den Tag oder die freien Nachmittage verschob.
Leider wurden nun gegen Ende des letzten Schuljahres Stimmen laut, dass ich nur simuliere und unfähig sein, weiterhin Lehrerin zu sein, da man mit mir nicht mal Projekt- und Wandertage machen kann und mich immer im Lehrerzimmer verstecke. Aber nicht direkt, damit ich mich hätte äußern können, sondern hinter meinen Rücken. Diese Anschuldigungen und in meinen Augen respektloses Verhalten tat unheimlich weh, denn ich wusste, dass dahinter mehr steckte, auch meine Kollegen, die mehr wissen, wie es um mich steht, haben mich zu beruhigen versucht. Aber ich konnte mir nicht helfen, ich nahm es zu persönlich, fiel in ein Loch, das auch meine Symptomatik verschlimmerte.
Und nun ist mir eines klar geworden: Sie wussten es nicht besser. Wer kennt schon die Krankheit SLE? Fast niemand, außer man sieht sich Society Magazine (Selena Gomez, Seal, ...), Dokumentationen über Krankheiten oder Arztserien (Dr. House) an. Ich muss aus meinem Schneckenhaus raus und Verantwortung gegenüber mir selbst und auch den anderen einfordern. Das erzählen meiner Krankheit an die "falschen" Leute hat den Frust meiner Kollegen noch weiter angefacht und ich habe es nicht bemerkt, habe mich durch Selbstzweifel selbst angreifbar gemacht, anstatt endlich in die Offensive zu gehen.
Nun sitze ich vor dem PC und versuche seit Stunden einen Bericht zu schreiben, der die anderen aufklärt über Lupus und meine Probleme, ohne mich völlig "nackig" zu machen. Denn ich will kein Mitleid. Ich will Respekt vor meiner Person, Hilfe, wenn ich zu stur bin, welche einzufordern und gemeinsame Momente, die man erleben kann.
Dazu muss aber klar sein, dass ich nicht aus Jux und Tollerei nicht auf Wandertage gehen kann, sondern auf Grund meiner Probleme, die sich auf das Herz und die Nieren niederschlagen. Ich kann nicht auf einen Berg und wieder hinunter wandern. Vermutlich würde ich es nicht mal bis zur Talstation schaffen. Klar bin ich bei der Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie und trainiere jeden Tag, damit es nicht unkontrolliert fortschreitet und ich meinen momentanen Stand noch lange halten kann. Aber keiner kann mir sagen, wann der nächste Schub kommt und vor allem wo. Da möchte ich nicht mit SchülerInnen unterwegs sein, die dann vielleicht den Schock ihres Lebens erleben.
Ihr seht, es ist nicht leicht. Aber genauso sehe ich die Buchbubble. Da geht es einfacher zu kaschieren. Ich kann es mir mit dem Kindle vorlesen lassen, auf Hörbücher umsteigen oder einfach die Schrift so groß stellen, dass ich selbst an schlechten Tagen zumindest 50 Seiten lesen kann. Tatsächlich muss ich mir eingestehen, dass es auch bei der Kraft in den Händen und bei der Sehkraft Probleme gibt, aber will ich es laut sagen? Nein, ich will es nicht akzeptieren, dass die Probleme mich versuchen zu überrollen, ich will mein Hobby ausleben wie ich es will und zumindest einen Hauch von Normalität wahren.
Auch hier muss ich Verantwortung übernehmen. Ich kann viele Bücher lesen, an manchen Tagen sogar mehr als eines und an anderen Tagen geht nichts. Zwar nicht, weil ich nicht will oder in einer Leseflaute stecke, sondern weil die Konzentration nicht da ist oder ich einfach zu müde bin, dass sich nichts mehr normal anfühlt.
Ich werde alle mir anvertrauten Bücher lesen (ich habe da meine Möglichkeiten), aber manchmal geht es nicht von heute auf morgen wie früher. Hoffentlich ziehe ich mit dieser Erkenntnis nicht zu viele Probleme auf mich, aber so ist im Moment meine Realität. Aber es kommen bessere Zeiten laut meinem Arzt, in 2-3 Jahren dürfte ich alle Stolpersteine überwunden haben und wieder im vollen Umfang bloggen und leben können. Aber bis dorthin wird es ein steiniger Weg.
Was allerdings im vollen Umfang funktioniert sind die Autorentage. Also Werbung für die Bücher ist auf jeden Fall möglich, allerdings brauchen manche Interviews länger bis ich sie verschicken kann, weil mir die Schwellungen in den Händen Probleme machen.
Aber nun genug davon.
Bitte denkt in Zukunft daran, dass man nicht immer alles sieht, warum etwas nicht so läuft, wie man es sich vorstellt. Sucht das Gespräch und handelt respektvoll, denn ob man es glaubt oder nicht, manchmal tun Wörter mehr weh, als ein Schwert zwischen den Rippen.
Sonntag, 5. Juli 2026
[Blogbeitrag] Insta, du hast dich verändert. Zum Guten? Zum Schlechten? Oder gar nicht?
Insta, du hast dich verändert.
Zum Guten? Zum Schlechten?
Oder gar nicht?
In der letzten Zeit fällt es immer mehr auf, dass sich die Buchbubble wieder einmal kräftig verändert. Ob das gut, ob es schlecht ist oder ob keine Veränderungen sichtbar sein werden, das wird die Zukunft zeigen.
Aber ich möchte einiges ansprechen, was sich leider in den letzten Jahren verändert hat.
Veränderungen - so heißt es - sind immer gut. Man soll sie annehmen und falls es doch nicht gut ist, aus den Konsequenzen lernen oder sich - was am leichtesten anmutet - sich einfach den Gegebenheiten anpassen.
Und da ist das Problem. Ich sehe ein Problem und spreche es, wie auch im Beruf, an. Dies kommt nicht gut bei manchen, weil sie sich bedroht fühlen oder von Neid zerfressen werden, weil sie es eben nicht von selbst gesehen haben oder sehen wollten. Das wird ein Problem auch im Beruf und nicht nur auf Insta.
Tatsächlich kann ich im Moment so viele Sachen aufzählen, die schief gelaufen sind bzw. schief laufen und das nur innerhalb eines Monats. Wie man arbeitet, um alles wieder zu fixen.
Eines kann ich euch allerdings sagen, bei manchen Menschen (egal ob jung oder alt) muss man mit Sarkasmus und Ironie aufpassen, denn es wird einfach nicht mehr verstanden. Sie sehen einen witzig gemeinten Spruch als Angriff auf Leib und Leben.
Egal, es soll um die Buchbubble gehen, der Beruf ist eine andere Geschichte und damit könnte ich ebenfalls ganze Bücher füllen.
Sachen, die mir aufgefallen sind:
1. Verlage schließen ohne Vorwarnung - Gerade in der letzten Zeit ist es tatsächlich fast an der Tagesordnung, dass irgendwelche Hiobsbotschaften die Social Media Seiten durchbrechen. Obwohl schon vorher einige Gerüchte leise im Hintergrund goren, kam die eine oder andere Schließung abrupt und fast völlig aus dem Nichts. Die Verlage ließen sich noch auf Messen feiern und AutorInnen, die am Vortag noch Release gefeiert hatten, stehen ohne Verlag und ohne Ansprechpartner da, müssen hoffen, dass sie ihre Rechte wieder zurückbekommen.
2. Verlage kündigen an, dass es keine Prints mehr geben wird - Nach dem Motto, mich wondart gar nichts mehr. Die Timeline war die letzten Tage voll mit dem Thema. Man kann es irgendwie verstehen, dass Auflagendruck sehr teuer ist und man als Verlag ein gewisses Risiko im Vorfeld eingeht. Aber von jetzt auf gleich einfach mit der Entscheidung konfrontiert zu werden, das schockiert gerade die Buchwelt (und nicht nur die betroffenen AutorInnen, sondern auch LeserInnen). Lösungen werden gesucht und wurden teilweise schon gefunden.
3. Die ständigen Anfeindungen - Hier meine ich BloggerInnen gegen BloggerInnen, AutorInnen gegen BloggerInnen und umgekehrt. Auch hier läuft einiges im Moment schief und auch ich gehöre manchmal zu den Menschen, die auf einmal geblockt und geghostet zurückbleiben. Ja, die Zusammenarbeit mit AutorInnen ist toll, die Leute, die man in der Buchbubble kennenlernt, sind fantastisch. Man findet so viele tolle Personen, aber es gibt auch Negativbeispiele. (wie überall im Leben). Wie ich nach meinem letzten Jahr offen kommuniziert hatte, war ich sehr krank, konnte teilweise nichts mehr selbst machen, so fiel mir auch das Lesen sehr schwer, dementsprechend mühsam kamen die Rezensionen schon seit zwei Jahren rüber (wollte es nicht einsehen, wie weit es wirklich fehlte). Nun, da ich weiß, was es war, war diese Entwicklung der Norm entsprechend bei diesem Krankheitsbild. Es gab sehr verständnisvolle AutorInnen, aber es gibt auch das Gegenteil, die die mich, weil die Rezension nur sehr langsam online ging, mich blockten, vorher noch in den Bloggergruppen beschimpften, dort rauswarfen und schließlich überall, wo es ging sperrten und mich mit ihrem Fakeaccount trotz allem verfolgten.
4. Die KI-Problematik - Einige Autoren reagieren verständnisvoll, wenn man nachfragt, ob irgendwas wegen KI zu kennzeichnen ist. Manche wissen noch immer nicht den Unterschied zwischen assKI und genKI. Manche verteufeln einen, weil man tatsächlich ihre Künste absprechen will. Designer und Verlage blocken einen, weil sie ihre Arbeit bedroht fühlen, AutorInnen werden aufgerufen, die Arbeit mit KI-Verweigerern zu unterlassen und keiner kommt auf die Idee zu fragen, warum mehr als einer in ihren Werken KI sieht. AutorInnen brechen die Zusammenarbeit ab, weil sie mit "Fortschrittsverweigerern" nichts zu tun haben wollen usw. Da fragt man sich schon, was ist los mit euch? Macht euch eine einfache Frage so viel Angst, dass die einzige Antwort darauf abstreiten, schreien und zetern ist? Warum seht ihr nicht genauer nach? Geht dem möglichen Gerüchten nach und steht zu den Fehlern, die wissentlich oder unwissentlich (bei manchen kann man sich nicht sicher sein) entstanden? Ich weiß, zu Fehlern stehen tut weh, aber bringt einen meist auch weiter. Offenheit ist das Zauberwort.
5. Verlage posten Beiträge, wo noch der KI-Nachsatz dabeisteht und alle Blogger posten es ohne mit der Wimper zu zucken. - Der Verlag muss dann eine Rechtfertigung posten, sich im Prinzip völlig bloß darstellen, nur weil an anderer Stelle etwas schief gelaufen ist. Wo sind wir nur gelandet? Die Buchbubble sollte eine kritische, reflektierte Gruppe sein, die eben Bücher bespricht, die mögliche Fehler aufdeckt, Juwelen findet oder sogar Diamanten presst. Und was ist das jetzt? Ein Haufen Menschen, die einfach macht, was man ihnen sagt? Nein, das will ich nicht, das kann nicht Sinn und Zweck oder Ziel der Buchbubble sein.
Egal, es soll um die Buchbubble gehen, der Beruf ist eine andere Geschichte und damit könnte ich ebenfalls ganze Bücher füllen.
Sachen, die mir aufgefallen sind:
1. Verlage schließen ohne Vorwarnung - Gerade in der letzten Zeit ist es tatsächlich fast an der Tagesordnung, dass irgendwelche Hiobsbotschaften die Social Media Seiten durchbrechen. Obwohl schon vorher einige Gerüchte leise im Hintergrund goren, kam die eine oder andere Schließung abrupt und fast völlig aus dem Nichts. Die Verlage ließen sich noch auf Messen feiern und AutorInnen, die am Vortag noch Release gefeiert hatten, stehen ohne Verlag und ohne Ansprechpartner da, müssen hoffen, dass sie ihre Rechte wieder zurückbekommen.
2. Verlage kündigen an, dass es keine Prints mehr geben wird - Nach dem Motto, mich wondart gar nichts mehr. Die Timeline war die letzten Tage voll mit dem Thema. Man kann es irgendwie verstehen, dass Auflagendruck sehr teuer ist und man als Verlag ein gewisses Risiko im Vorfeld eingeht. Aber von jetzt auf gleich einfach mit der Entscheidung konfrontiert zu werden, das schockiert gerade die Buchwelt (und nicht nur die betroffenen AutorInnen, sondern auch LeserInnen). Lösungen werden gesucht und wurden teilweise schon gefunden.
3. Die ständigen Anfeindungen - Hier meine ich BloggerInnen gegen BloggerInnen, AutorInnen gegen BloggerInnen und umgekehrt. Auch hier läuft einiges im Moment schief und auch ich gehöre manchmal zu den Menschen, die auf einmal geblockt und geghostet zurückbleiben. Ja, die Zusammenarbeit mit AutorInnen ist toll, die Leute, die man in der Buchbubble kennenlernt, sind fantastisch. Man findet so viele tolle Personen, aber es gibt auch Negativbeispiele. (wie überall im Leben). Wie ich nach meinem letzten Jahr offen kommuniziert hatte, war ich sehr krank, konnte teilweise nichts mehr selbst machen, so fiel mir auch das Lesen sehr schwer, dementsprechend mühsam kamen die Rezensionen schon seit zwei Jahren rüber (wollte es nicht einsehen, wie weit es wirklich fehlte). Nun, da ich weiß, was es war, war diese Entwicklung der Norm entsprechend bei diesem Krankheitsbild. Es gab sehr verständnisvolle AutorInnen, aber es gibt auch das Gegenteil, die die mich, weil die Rezension nur sehr langsam online ging, mich blockten, vorher noch in den Bloggergruppen beschimpften, dort rauswarfen und schließlich überall, wo es ging sperrten und mich mit ihrem Fakeaccount trotz allem verfolgten.
4. Die KI-Problematik - Einige Autoren reagieren verständnisvoll, wenn man nachfragt, ob irgendwas wegen KI zu kennzeichnen ist. Manche wissen noch immer nicht den Unterschied zwischen assKI und genKI. Manche verteufeln einen, weil man tatsächlich ihre Künste absprechen will. Designer und Verlage blocken einen, weil sie ihre Arbeit bedroht fühlen, AutorInnen werden aufgerufen, die Arbeit mit KI-Verweigerern zu unterlassen und keiner kommt auf die Idee zu fragen, warum mehr als einer in ihren Werken KI sieht. AutorInnen brechen die Zusammenarbeit ab, weil sie mit "Fortschrittsverweigerern" nichts zu tun haben wollen usw. Da fragt man sich schon, was ist los mit euch? Macht euch eine einfache Frage so viel Angst, dass die einzige Antwort darauf abstreiten, schreien und zetern ist? Warum seht ihr nicht genauer nach? Geht dem möglichen Gerüchten nach und steht zu den Fehlern, die wissentlich oder unwissentlich (bei manchen kann man sich nicht sicher sein) entstanden? Ich weiß, zu Fehlern stehen tut weh, aber bringt einen meist auch weiter. Offenheit ist das Zauberwort.
5. Verlage posten Beiträge, wo noch der KI-Nachsatz dabeisteht und alle Blogger posten es ohne mit der Wimper zu zucken. - Der Verlag muss dann eine Rechtfertigung posten, sich im Prinzip völlig bloß darstellen, nur weil an anderer Stelle etwas schief gelaufen ist. Wo sind wir nur gelandet? Die Buchbubble sollte eine kritische, reflektierte Gruppe sein, die eben Bücher bespricht, die mögliche Fehler aufdeckt, Juwelen findet oder sogar Diamanten presst. Und was ist das jetzt? Ein Haufen Menschen, die einfach macht, was man ihnen sagt? Nein, das will ich nicht, das kann nicht Sinn und Zweck oder Ziel der Buchbubble sein.
6. BloggerInnen, Verlage und auch AutorenInnen nehmen alles hin - Gerade in der letzten Zeit wird immer mehr gefordert, dass BloggerInnen und AutorenInnen wertgeschätzt werden sollen. Aber da gibt es ein Problem. Wenn BloggerInnen und AutorInnen keinen Respekt vor echter Kunst haben und alles was sie finden in die KI werfen oder auf KI-generierte Bilder pappen, wie soll man das dann als Wertschätzung definieren? AutorenInnen, DesignerInnen und Verlage müssen jedes Mal darauf aufmerksam machen, dass es nicht gewünscht und nicht erlaubt ist, KI zu verwenden, obwohl es auch im Impressum steht.
7. BloggerInnen, die unbelehrbar sind - Jedes Mal wieder muss aufmerksam gemacht werden auf das bereits gesagte. GenKI ist nicht nur eine Ressourcenverschwendung, schlecht für die Natur und sieht nicht mal schön aus. BloggerInnen meinen, dass glattgebügelte Figuren, die aussehen, als hätten sie den Jahresvorrat an Botox verarbeitet, schöner sind, als von echten Menschen in mühsamer Kleinarbeit gestaltete. Da fragt man sich wieder, wie weit ist es gekommen? Vor 10 Jahren hatten wir quasi nichts, da hatten wir ein Cover und mussten Facebookbeiträge zusammenzimmern, ohne viele Bilder, einfach nur mit Text. Wo sind die Blogger hin, die einen echten Blog haben und auch mal Blogbeiträge verfassen und nicht nur kurze Stories?
Ich wünsche mir, und ich weiß das ist sehr viel verlangt, eine Buchbubble, die wieder miteinander liest, reflektiert und gemeinsam tolle Leseschätze entdeckt. Ab und zu komme ich mir ziemlich allein vor. Da ich ziemlich abseits des Mainstream lese, die Verlagsbücher der großen Verlage nur vom vorbeiscrollen kenne und scheinbar jeder alles toll findet, außer er liest ein Buch von SPlern oder Kleinverlagen. Was ist passiert? Ich finde so oft tolle Schätze bei den SPlern, die Bücher sind hochwertiger und teilweise sogar besser lektoriert und korrigiert als andere. Zudem nehmen Blogger in letzter Zeit jeden noch so hässlich KI generierte Cover einfach so hin und jubeln über so manches mehr, als sie sollten. Natürlich gebe ich zu, dass manche wirklich toll aussehen, auf dem ersten Blick, aber wenn man dann in die Tiefe geht, stimmt einfach nichts zusammen. Perspektive, Schatten usw. Genau da stehen wir im Moment. Ich weiß, ich habe heute ziemlich ausgeteilt, aber ich bin jemand, der Sachen anspricht, auch wenn es wehtut, vielleicht einen Einbruch der Sichtbarkeit oder Followereinbußen mit sich bringt.
Aber wie seht ihr es? Seid ihr eher Team ich nehm alles hin oder ich spreche es an und lebe mit den Konsequenzen?
Donnerstag, 25. Juni 2026
[Blogbeitrag] Werbung kennzeichnen!? - Muss ich das?
Werbung kennzeichnen!? -
Muss ich das?
Das mit den Rezensionsexemplaren ist gleichzeitig leicht und auch kompliziert.
Alle kennen den aktuellen (nicht rechtskräftigen) Urteils aus dem Landesgericht Köln mittlerweile. Der Unterschied zu früher: Man muss jetzt im Bild schon kennzeichnen und in der Caption würde es nicht mehr reichen. Aber wusstet ihr, dass es schon seit ich vor 10 Jahren mit dem Bloggen begonnen habe eigentlich schon immer zu machen ist, aber es auch einige Grauzonen gibt?
Was ist Werbung und wie muss ich es kennzeichnen?
Wenn du Blogger bist, musst du Werbung deutlich und eindeutig kennzeichnen. Es genügt nicht, wenn du irgendwo ganz unten einen Hashtag #ad oder #werbung setzt, es muss oben deutlich hingeschrieben werden. Am besten als aller erstes in deinem Post.
Aber was ist eigentlich jetzt Werbung und ab wann gilt diese Kennzeichnungspflicht?
Sobald du für einen Beitrag eine Gegenleistung erhältst oder ein Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt bekommst - auch Affiliate-Links zählen dazu -, musst du kennzeichnen. Allerdings ist die Grenze zwischen privatem Post und Werbung fließend und sobald auch nur die Möglichkeit einer geschäftlichen Absicht - egal ob in Form von Geld, Produkten oder Dienstleistungen - besteht, ist es im besten Fall zu kennzeichnen.
Kennst du den Unterschied zwischen Produktgeschenken, Affiliate-Links, indirekte Werbung oder bezahlte Beiträge?
Nein? Dann hier eine kleine Erklärung. Du kannst Produkte erhalten als Gegenleistung für einen Post, dazu gelten auch Rezensionsexemplare oder Merch.
Du teilst Links in deinen Beiträgen und erhältst dafür kleine Provisionen? Super, dann sind das Affiliate-Links und müssen fix als Werbung markiert werden, da du dadurch ja Geld von den Firmen bekommst.
Wenn du Geld bekommst, um einen Beitrag zu machen, gilt das auch als Werbung.
Und besonders Tricky der letzte Punkt, wenn du indirekte Werbung durch T-Shirts oder Plakaten an der Wand machst, dann musst du das als Werbung kennzeichnen, denn es ist indirekte Werbung, auch wenn du nicht gesponsert wirst.
Achte auch darauf, ob du in deinem Landkreis, Bundesland oder Land das auch beim Finanzamt abführen musst. Denn eigentlich - außer es ist anders geregelt - muss man ab dem ersten angenommenen Rezensionsexemplar, eine Liste führen und diese dann als Einnahmen beim Finanzamt abführen. Ab und an ist es auch Pflicht Gewerbe (dazu allerdings, weil sehr umfangreich, in einem anderen Beitrag mehr, da es hier den Umfang sprengen würde) dafür anzumelden.
Hier noch einmal genauer:
Auch kostenlose Rezensionsexemplare sind steuerpflichtig, wenn man diese im Rahmen einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit (hier fällen auch BloggerInnen und AutorInnen rein) erhält. Sie gelten als geldwerter Vorteil und müssen als Einnahme erfasst werden, denen jedoch meist die gleichen Ausgaben (Buchwert) gegenüberstehen, sodass in der Regel ein steuerneutraler Gewinn von 0 Euro entsteht.
Die steuerliche Behandlung hängt von der Art der Nutzung und dem Weiterverkauf (wobei wir Blogger hoffentlich alle wissen, dass ein Verkauf von Rezensionsexemplaren verboten ist) ab.
Du teilst Links in deinen Beiträgen und erhältst dafür kleine Provisionen? Super, dann sind das Affiliate-Links und müssen fix als Werbung markiert werden, da du dadurch ja Geld von den Firmen bekommst.
Wenn du Geld bekommst, um einen Beitrag zu machen, gilt das auch als Werbung.
Und besonders Tricky der letzte Punkt, wenn du indirekte Werbung durch T-Shirts oder Plakaten an der Wand machst, dann musst du das als Werbung kennzeichnen, denn es ist indirekte Werbung, auch wenn du nicht gesponsert wirst.
Achte auch darauf, ob du in deinem Landkreis, Bundesland oder Land das auch beim Finanzamt abführen musst. Denn eigentlich - außer es ist anders geregelt - muss man ab dem ersten angenommenen Rezensionsexemplar, eine Liste führen und diese dann als Einnahmen beim Finanzamt abführen. Ab und an ist es auch Pflicht Gewerbe (dazu allerdings, weil sehr umfangreich, in einem anderen Beitrag mehr, da es hier den Umfang sprengen würde) dafür anzumelden.
Hier noch einmal genauer:
Auch kostenlose Rezensionsexemplare sind steuerpflichtig, wenn man diese im Rahmen einer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit (hier fällen auch BloggerInnen und AutorInnen rein) erhält. Sie gelten als geldwerter Vorteil und müssen als Einnahme erfasst werden, denen jedoch meist die gleichen Ausgaben (Buchwert) gegenüberstehen, sodass in der Regel ein steuerneutraler Gewinn von 0 Euro entsteht.
Die steuerliche Behandlung hängt von der Art der Nutzung und dem Weiterverkauf (wobei wir Blogger hoffentlich alle wissen, dass ein Verkauf von Rezensionsexemplaren verboten ist) ab.
- rein private Nutzung: Behalten oder lesen des Buches privat, ohne Weiterverkauf --> es fällt keine Steuer an.
- betriebliche Einnahme: Wenn man einen Blog, einen YouTube-Kanal oder eine andere Monetarisierungsplattform nutzt, muss man den Ladenpreis des Buches in der Einnahmensüberschussrechnung (EÜR) als Betriebseinnahme und den gleichen Betrag als Betriebsausgabe buchen.
- Es kann auch Umsatzsteuer anfallen: Bei umsatzsteuerpflichtigen Selbstständigen kann auf den privat genutzten Anteil eines betrieblichen Rezensionsexemplar (in Österreich als Entnahme bezeichnet) Umsatzsteuer anfallen.
Wichtig ist allerdings auch, dass du dich regelmäßig über Änderungen der rechtlichen Vorgaben informierst, denn wir leben in einer schnelllebigen Welt und was gestern so war, kann morgen schon ganz anders sein. Und oft sind auf den verschiedenen Plattformen, wo du unterwegs bist andere Regeln zu beachten.
Montag, 15. Juni 2026
[Blogbeitrag] No-Go - genKI bei Beiträgen
No-Go - genKI bei Beiträgen
Kurz durchatmen, denn in dem einen Satz sind so viele No-Gos versteckt, die richtig teuer werden können bzw. Probleme verursachen können.
1. Grundsatz Nummer eins für Blogger und/oder Rezensenten: Wenn man das Buch nicht gelesen hat, sollte man die KI nicht um eine Rezension bitten, denn die Fehlerwahrscheinlichkeit kann von kleinen Ungenauigkeiten bis hin zu 100% frei erfundenen Details betragen.
2. Zur Untermalung von Rezensionen darf man auf keinen Fall die Illustrationen oder auch Cover in eine KI einspielen, um tolle Bildchen zu erhalten.Wenn man jetzt sagt, das ist nicht möglich, muss ich dich enttäuschen. Tatsächlich hat sogar schon openAI darüber geschrieben, dass es drei Möglichkeiten der Fehlerproblematik gibt.1.) vollständig erfundene Details, sogenannte Halluzinationen2.) falsche Daten. Die KI kann oft einmal falsch Interpretieren oder einfach frei erfinden3.) falsche emotionale Zuschreibungen. Da können negative wie positive Erfahrungen verfälscht oder übertrieben werden.
3. Wenn du schon die genKI verwendest, frage immer nach, was du darfst und was nicht.Warum? Cover und auch Illustrationen besitzen die AutorInnen meist nicht, außer sie zeichnen sie selbst, d.h. sie besitzen "nur" das Nutzungsrecht. Das Urheberrecht behält allerdings der/die CoverdesignerIn.Was bedeutet das? Du benutzt Material, das du nicht einfach verwenden darfst und speist diese in eine genKI ein. Das kann zu dem Problem führen, dass du im schlimmsten Fall eine Abmahnung bekommst, im besten Fall, dass du deinen Beitrag "nur" von deiner Seite löschen musst. Das kann aber nicht nur der Autor oder der Verlag verlangen. Das kann in diesem Fall auch der/die CoverdesignerIn, denn diesen gehört das Cover.
4. Achte darauf, dass Fehler passieren können und man in den Bildern, die man sich raussucht, um die Beiträge zu gestalten auch schon mal ein genKI-Bild reinschwindeln kann. Davon geht die Welt nicht unter, aber vielleicht macht es für die Zukunft wirklich Sinn, wenn wir uns gemeinsam dafür interessieren, wie man genKI erkennen kann, damit man nicht ungewollt so etwas verwendet.Manchmal ist es laut Impressum nicht mal erlaubt, das Cover an sich für irgendwas zu benutzen. Erst nach schriftlicher Nachfrage, darf man es benutzen oder wenn es dir die AutorIn erlaubt. Gilt übrigens auch für Illustrationen oder sonstigen Bildern, die du bekommst.
5. Was mache ich allerdings, wenn ich lauter genKI Bilder von einem Autor bekomme?
So, das möchte ich euch mitgeben, zu mehr Vorsicht raten und auch wenn es die AutorInnen und DesignerInnen nervt, bei begründeten Verdacht das ein oder andere Mal nachzufragen, ob das jetzt tatsächlich alles so ist, wie es scheint. Denn Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.Gute Frage. Das muss man mit seinem eigenen Gewissen ausmachen. Will man es nur nicht selbst gestalten/erstellen oder will ich sie überhaupt nicht zeigen auf seinem Account. Wenn es so ist, dass du einen wirklich genKI freien Account machen willst, ist das fast nicht mehr möglich, da leider viele noch immer nicht die Wahrheit sagen, wenn sie KI benutzen. Traurig aber wahr.
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