Insta, du hast dich verändert.
Zum Guten? Zum Schlechten?
Oder gar nicht?
In der letzten Zeit fällt es immer mehr auf, dass sich die Buchbubble wieder einmal kräftig verändert. Ob das gut, ob es schlecht ist oder ob keine Veränderungen sichtbar sein werden, das wird die Zukunft zeigen.
Aber ich möchte einiges ansprechen, was sich leider in den letzten Jahren verändert hat.
Veränderungen - so heißt es - sind immer gut. Man soll sie annehmen und falls es doch nicht gut ist, aus den Konsequenzen lernen oder sich - was am leichtesten anmutet - sich einfach den Gegebenheiten anpassen.
Und da ist das Problem. Ich sehe ein Problem und spreche es, wie auch im Beruf, an. Dies kommt nicht gut bei manchen, weil sie sich bedroht fühlen oder von Neid zerfressen werden, weil sie es eben nicht von selbst gesehen haben oder sehen wollten. Das wird ein Problem auch im Beruf und nicht nur auf Insta.
Tatsächlich kann ich im Moment so viele Sachen aufzählen, die schief gelaufen sind bzw. schief laufen und das nur innerhalb eines Monats. Wie man arbeitet, um alles wieder zu fixen.
Eines kann ich euch allerdings sagen, bei manchen Menschen (egal ob jung oder alt) muss man mit Sarkasmus und Ironie aufpassen, denn es wird einfach nicht mehr verstanden. Sie sehen einen witzig gemeinten Spruch als Angriff auf Leib und Leben.
Egal, es soll um die Buchbubble gehen, der Beruf ist eine andere Geschichte und damit könnte ich ebenfalls ganze Bücher füllen.
Sachen, die mir aufgefallen sind:
1. Verlage schließen ohne Vorwarnung - Gerade in der letzten Zeit ist es tatsächlich fast an der Tagesordnung, dass irgendwelche Hiobsbotschaften die Social Media Seiten durchbrechen. Obwohl schon vorher einige Gerüchte leise im Hintergrund goren, kam die eine oder andere Schließung abrupt und fast völlig aus dem Nichts. Die Verlage ließen sich noch auf Messen feiern und AutorInnen, die am Vortag noch Release gefeiert hatten, stehen ohne Verlag und ohne Ansprechpartner da, müssen hoffen, dass sie ihre Rechte wieder zurückbekommen.
2. Verlage kündigen an, dass es keine Prints mehr geben wird - Nach dem Motto, mich wondart gar nichts mehr. Die Timeline war die letzten Tage voll mit dem Thema. Man kann es irgendwie verstehen, dass Auflagendruck sehr teuer ist und man als Verlag ein gewisses Risiko im Vorfeld eingeht. Aber von jetzt auf gleich einfach mit der Entscheidung konfrontiert zu werden, das schockiert gerade die Buchwelt (und nicht nur die betroffenen AutorInnen, sondern auch LeserInnen). Lösungen werden gesucht und wurden teilweise schon gefunden.
3. Die ständigen Anfeindungen - Hier meine ich BloggerInnen gegen BloggerInnen, AutorInnen gegen BloggerInnen und umgekehrt. Auch hier läuft einiges im Moment schief und auch ich gehöre manchmal zu den Menschen, die auf einmal geblockt und geghostet zurückbleiben. Ja, die Zusammenarbeit mit AutorInnen ist toll, die Leute, die man in der Buchbubble kennenlernt, sind fantastisch. Man findet so viele tolle Personen, aber es gibt auch Negativbeispiele. (wie überall im Leben). Wie ich nach meinem letzten Jahr offen kommuniziert hatte, war ich sehr krank, konnte teilweise nichts mehr selbst machen, so fiel mir auch das Lesen sehr schwer, dementsprechend mühsam kamen die Rezensionen schon seit zwei Jahren rüber (wollte es nicht einsehen, wie weit es wirklich fehlte). Nun, da ich weiß, was es war, war diese Entwicklung der Norm entsprechend bei diesem Krankheitsbild. Es gab sehr verständnisvolle AutorInnen, aber es gibt auch das Gegenteil, die die mich, weil die Rezension nur sehr langsam online ging, mich blockten, vorher noch in den Bloggergruppen beschimpften, dort rauswarfen und schließlich überall, wo es ging sperrten und mich mit ihrem Fakeaccount trotz allem verfolgten.
4. Die KI-Problematik - Einige Autoren reagieren verständnisvoll, wenn man nachfragt, ob irgendwas wegen KI zu kennzeichnen ist. Manche wissen noch immer nicht den Unterschied zwischen assKI und genKI. Manche verteufeln einen, weil man tatsächlich ihre Künste absprechen will. Designer und Verlage blocken einen, weil sie ihre Arbeit bedroht fühlen, AutorInnen werden aufgerufen, die Arbeit mit KI-Verweigerern zu unterlassen und keiner kommt auf die Idee zu fragen, warum mehr als einer in ihren Werken KI sieht. AutorInnen brechen die Zusammenarbeit ab, weil sie mit "Fortschrittsverweigerern" nichts zu tun haben wollen usw. Da fragt man sich schon, was ist los mit euch? Macht euch eine einfache Frage so viel Angst, dass die einzige Antwort darauf abstreiten, schreien und zetern ist? Warum seht ihr nicht genauer nach? Geht dem möglichen Gerüchten nach und steht zu den Fehlern, die wissentlich oder unwissentlich (bei manchen kann man sich nicht sicher sein) entstanden? Ich weiß, zu Fehlern stehen tut weh, aber bringt einen meist auch weiter. Offenheit ist das Zauberwort.
5. Verlage posten Beiträge, wo noch der KI-Nachsatz dabeisteht und alle Blogger posten es ohne mit der Wimper zu zucken. - Der Verlag muss dann eine Rechtfertigung posten, sich im Prinzip völlig bloß darstellen, nur weil an anderer Stelle etwas schief gelaufen ist. Wo sind wir nur gelandet? Die Buchbubble sollte eine kritische, reflektierte Gruppe sein, die eben Bücher bespricht, die mögliche Fehler aufdeckt, Juwelen findet oder sogar Diamanten presst. Und was ist das jetzt? Ein Haufen Menschen, die einfach macht, was man ihnen sagt? Nein, das will ich nicht, das kann nicht Sinn und Zweck oder Ziel der Buchbubble sein.
Egal, es soll um die Buchbubble gehen, der Beruf ist eine andere Geschichte und damit könnte ich ebenfalls ganze Bücher füllen.
Sachen, die mir aufgefallen sind:
1. Verlage schließen ohne Vorwarnung - Gerade in der letzten Zeit ist es tatsächlich fast an der Tagesordnung, dass irgendwelche Hiobsbotschaften die Social Media Seiten durchbrechen. Obwohl schon vorher einige Gerüchte leise im Hintergrund goren, kam die eine oder andere Schließung abrupt und fast völlig aus dem Nichts. Die Verlage ließen sich noch auf Messen feiern und AutorInnen, die am Vortag noch Release gefeiert hatten, stehen ohne Verlag und ohne Ansprechpartner da, müssen hoffen, dass sie ihre Rechte wieder zurückbekommen.
2. Verlage kündigen an, dass es keine Prints mehr geben wird - Nach dem Motto, mich wondart gar nichts mehr. Die Timeline war die letzten Tage voll mit dem Thema. Man kann es irgendwie verstehen, dass Auflagendruck sehr teuer ist und man als Verlag ein gewisses Risiko im Vorfeld eingeht. Aber von jetzt auf gleich einfach mit der Entscheidung konfrontiert zu werden, das schockiert gerade die Buchwelt (und nicht nur die betroffenen AutorInnen, sondern auch LeserInnen). Lösungen werden gesucht und wurden teilweise schon gefunden.
3. Die ständigen Anfeindungen - Hier meine ich BloggerInnen gegen BloggerInnen, AutorInnen gegen BloggerInnen und umgekehrt. Auch hier läuft einiges im Moment schief und auch ich gehöre manchmal zu den Menschen, die auf einmal geblockt und geghostet zurückbleiben. Ja, die Zusammenarbeit mit AutorInnen ist toll, die Leute, die man in der Buchbubble kennenlernt, sind fantastisch. Man findet so viele tolle Personen, aber es gibt auch Negativbeispiele. (wie überall im Leben). Wie ich nach meinem letzten Jahr offen kommuniziert hatte, war ich sehr krank, konnte teilweise nichts mehr selbst machen, so fiel mir auch das Lesen sehr schwer, dementsprechend mühsam kamen die Rezensionen schon seit zwei Jahren rüber (wollte es nicht einsehen, wie weit es wirklich fehlte). Nun, da ich weiß, was es war, war diese Entwicklung der Norm entsprechend bei diesem Krankheitsbild. Es gab sehr verständnisvolle AutorInnen, aber es gibt auch das Gegenteil, die die mich, weil die Rezension nur sehr langsam online ging, mich blockten, vorher noch in den Bloggergruppen beschimpften, dort rauswarfen und schließlich überall, wo es ging sperrten und mich mit ihrem Fakeaccount trotz allem verfolgten.
4. Die KI-Problematik - Einige Autoren reagieren verständnisvoll, wenn man nachfragt, ob irgendwas wegen KI zu kennzeichnen ist. Manche wissen noch immer nicht den Unterschied zwischen assKI und genKI. Manche verteufeln einen, weil man tatsächlich ihre Künste absprechen will. Designer und Verlage blocken einen, weil sie ihre Arbeit bedroht fühlen, AutorInnen werden aufgerufen, die Arbeit mit KI-Verweigerern zu unterlassen und keiner kommt auf die Idee zu fragen, warum mehr als einer in ihren Werken KI sieht. AutorInnen brechen die Zusammenarbeit ab, weil sie mit "Fortschrittsverweigerern" nichts zu tun haben wollen usw. Da fragt man sich schon, was ist los mit euch? Macht euch eine einfache Frage so viel Angst, dass die einzige Antwort darauf abstreiten, schreien und zetern ist? Warum seht ihr nicht genauer nach? Geht dem möglichen Gerüchten nach und steht zu den Fehlern, die wissentlich oder unwissentlich (bei manchen kann man sich nicht sicher sein) entstanden? Ich weiß, zu Fehlern stehen tut weh, aber bringt einen meist auch weiter. Offenheit ist das Zauberwort.
5. Verlage posten Beiträge, wo noch der KI-Nachsatz dabeisteht und alle Blogger posten es ohne mit der Wimper zu zucken. - Der Verlag muss dann eine Rechtfertigung posten, sich im Prinzip völlig bloß darstellen, nur weil an anderer Stelle etwas schief gelaufen ist. Wo sind wir nur gelandet? Die Buchbubble sollte eine kritische, reflektierte Gruppe sein, die eben Bücher bespricht, die mögliche Fehler aufdeckt, Juwelen findet oder sogar Diamanten presst. Und was ist das jetzt? Ein Haufen Menschen, die einfach macht, was man ihnen sagt? Nein, das will ich nicht, das kann nicht Sinn und Zweck oder Ziel der Buchbubble sein.
6. BloggerInnen, Verlage und auch AutorenInnen nehmen alles hin - Gerade in der letzten Zeit wird immer mehr gefordert, dass BloggerInnen und AutorenInnen wertgeschätzt werden sollen. Aber da gibt es ein Problem. Wenn BloggerInnen und AutorInnen keinen Respekt vor echter Kunst haben und alles was sie finden in die KI werfen oder auf KI-generierte Bilder pappen, wie soll man das dann als Wertschätzung definieren? AutorenInnen, DesignerInnen und Verlage müssen jedes Mal darauf aufmerksam machen, dass es nicht gewünscht und nicht erlaubt ist, KI zu verwenden, obwohl es auch im Impressum steht.
7. BloggerInnen, die unbelehrbar sind - Jedes Mal wieder muss aufmerksam gemacht werden auf das bereits gesagte. GenKI ist nicht nur eine Ressourcenverschwendung, schlecht für die Natur und sieht nicht mal schön aus. BloggerInnen meinen, dass glattgebügelte Figuren, die aussehen, als hätten sie den Jahresvorrat an Botox verarbeitet, schöner sind, als von echten Menschen in mühsamer Kleinarbeit gestaltete. Da fragt man sich wieder, wie weit ist es gekommen? Vor 10 Jahren hatten wir quasi nichts, da hatten wir ein Cover und mussten Facebookbeiträge zusammenzimmern, ohne viele Bilder, einfach nur mit Text. Wo sind die Blogger hin, die einen echten Blog haben und auch mal Blogbeiträge verfassen und nicht nur kurze Stories?
Ich wünsche mir, und ich weiß das ist sehr viel verlangt, eine Buchbubble, die wieder miteinander liest, reflektiert und gemeinsam tolle Leseschätze entdeckt. Ab und zu komme ich mir ziemlich allein vor. Da ich ziemlich abseits des Mainstream lese, die Verlagsbücher der großen Verlage nur vom vorbeiscrollen kenne und scheinbar jeder alles toll findet, außer er liest ein Buch von SPlern oder Kleinverlagen. Was ist passiert? Ich finde so oft tolle Schätze bei den SPlern, die Bücher sind hochwertiger und teilweise sogar besser lektoriert und korrigiert als andere. Zudem nehmen Blogger in letzter Zeit jeden noch so hässlich KI generierte Cover einfach so hin und jubeln über so manches mehr, als sie sollten. Natürlich gebe ich zu, dass manche wirklich toll aussehen, auf dem ersten Blick, aber wenn man dann in die Tiefe geht, stimmt einfach nichts zusammen. Perspektive, Schatten usw. Genau da stehen wir im Moment. Ich weiß, ich habe heute ziemlich ausgeteilt, aber ich bin jemand, der Sachen anspricht, auch wenn es wehtut, vielleicht einen Einbruch der Sichtbarkeit oder Followereinbußen mit sich bringt.
Aber wie seht ihr es? Seid ihr eher Team ich nehm alles hin oder ich spreche es an und lebe mit den Konsequenzen?