Montag, 15. Juni 2026

[Blogbeitrag] No-Go - genKI bei Beiträgen



No-Go - genKI bei Beiträgen

Heute bin ich über zwei Beiträge von Autorinnen gestolpert, die beide dasselbe berichteten. Ihre Cover und auch Illustrationen wurden in eine KI eingespeist und die Rezensionen mit Falschinformationen wunderschön in Szene gesetzt.

Kurz durchatmen, denn in dem einen Satz sind so viele No-Gos versteckt, die richtig teuer werden können bzw. Probleme verursachen können.

1. Grundsatz Nummer eins für Blogger und/oder Rezensenten: Wenn man das Buch nicht gelesen hat, sollte man die KI nicht um eine Rezension bitten, denn die Fehlerwahrscheinlichkeit kann von kleinen Ungenauigkeiten bis hin zu 100% frei erfundenen Details betragen.
Wenn man jetzt sagt, das ist nicht möglich, muss ich dich enttäuschen. Tatsächlich hat sogar schon openAI darüber geschrieben, dass es drei Möglichkeiten der Fehlerproblematik gibt.
1.) vollständig erfundene Details, sogenannte Halluzinationen
2.) falsche Daten. Die KI kann oft einmal falsch Interpretieren oder einfach frei erfinden
3.) falsche emotionale Zuschreibungen. Da können negative wie positive Erfahrungen verfälscht oder übertrieben werden.
2. Zur Untermalung von Rezensionen darf man auf keinen Fall die Illustrationen oder auch Cover in eine KI einspielen, um tolle Bildchen zu erhalten.
Warum? Cover und auch Illustrationen besitzen die AutorInnen meist nicht, außer sie zeichnen sie selbst, d.h. sie besitzen "nur" das Nutzungsrecht. Das Urheberrecht behält allerdings der/die CoverdesignerIn.

Was bedeutet das? Du benutzt Material, das du nicht einfach verwenden darfst und speist diese in eine genKI ein. Das kann zu dem Problem führen, dass du im schlimmsten Fall eine Abmahnung bekommst, im besten Fall, dass du deinen Beitrag "nur" von deiner Seite löschen musst. Das kann aber nicht nur der Autor oder der Verlag verlangen. Das kann in diesem Fall auch der/die CoverdesignerIn, denn diesen gehört das Cover.
3. Wenn du schon die genKI verwendest, frage immer nach, was du darfst und was nicht. 
Manchmal ist es laut Impressum nicht mal erlaubt, das Cover an sich für irgendwas zu benutzen. Erst nach schriftlicher Nachfrage, darf man es benutzen oder wenn es dir die AutorIn erlaubt. Gilt übrigens auch für Illustrationen oder sonstigen Bildern, die du bekommst.
4. Achte darauf, dass Fehler passieren können und man in den Bildern, die man sich raussucht, um die Beiträge zu gestalten auch schon mal ein genKI-Bild reinschwindeln kann. Davon geht die Welt nicht unter, aber vielleicht macht es für die Zukunft wirklich Sinn, wenn wir uns gemeinsam dafür interessieren, wie man genKI erkennen kann, damit man nicht ungewollt so etwas verwendet.

5. Was mache ich allerdings, wenn ich lauter genKI Bilder von einem Autor bekomme? 
Gute Frage. Das muss man mit seinem eigenen Gewissen ausmachen. Will man es nur nicht selbst gestalten/erstellen oder will ich sie überhaupt nicht zeigen auf seinem Account. Wenn es so ist, dass du einen wirklich genKI freien Account machen willst, ist das fast nicht mehr möglich, da leider viele noch immer nicht die Wahrheit sagen, wenn sie KI benutzen. Traurig aber wahr.
So, das möchte ich euch mitgeben, zu mehr Vorsicht raten und auch wenn es die AutorInnen und DesignerInnen nervt, bei begründeten Verdacht das ein oder andere Mal nachzufragen, ob das jetzt tatsächlich alles so ist, wie es scheint. Denn Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.

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